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10.07.2014 Kategorie: Infos Sozialstation

Stockach: Verein Sozialstation St. Elisabeth fusioniert mit drei anderen Sozialstationen

Stockach - Der aktuelle Mitgliederschwund erzwingt den Zusammenschluss. Die Arbeit soll aber wie bisher weitergeführt werden. (Bericht aus dem Südkurier vom 10.7.2014 von Cornelia Giebler)

Sie führen den Verein Sozialstation St. Elisabeth Stockach (von links): der Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft der vier Sozialstationen, Wolfgang Jauch, Pflegedienstleiterin Karin Schneider und Vorsitzender Oswald Stetter. Bild: Giebler

Der Verein Sozialstation St. Elisabeth wird im nächsten Jahr mit den drei anderen Sozialstationen, mit denen er seit dem Jahre 1999 eine Verwaltungsgemeinschaft bildet, fusionieren. Grund ist die Verringerung der Mitgliederzahlen der Vereine Markdorf, Salem und Überlingen. Denn sinkt die Zahl der Vereinsmitglieder unter drei herab, so wird dem Verein die Rechtsfähigkeit entzogen. Dies wird zwar nicht in Stockach der Fall sein, wohl aber in den drei anderen Sozialstationen. „Wir brauchen die Verschmelzung“, machte Wolfgang Jauch, Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft der vier Sozialstationen, in der Versammlung der Sozialstation Stockach deutlich.

Auch die Mitgliederzahl des Stockacher Vereins wird bis zum Jahre 2015 auf fünf zusammengeschmolzen sein. Grund hierfür ist der Zusammenschluss von Pfarreien zu Seelsorgeeinheiten mit jeweils einem gemeinsamen Haushalt. „Die Stockacher Sozialstation wird aber ihren Namen und ihre Arbeit so weiterführen wie bisher“, versicherte Pflegedienstleiterin Karin Schneider.

 

Dass diese Arbeit im zurückliegenden Jahr hervorragend und mit wirtschaftlichem Erfolg durchgeführt werden konnte, sieht Jauch vor allem im „sehr guten Zusammenspiel“ von Mitarbeitern und Verwaltung sowie in den „sehr vielen Mehrarbeitsstunden“ begründet. Zusätzlich zu „diversen Kosteneinsparungen“ stieg der Umsatz im Jahre 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 170 000 Euro, während die Personalkosten nur um knapp 100 000 Euro anstiegen. Mit den Zuschüssen von Kommunen und Kirchengemeinden liegt das Jahresergebnis bei 89 000 Euro. Im Jahre 2012 waren es 24 000 Euro. Zu berücksichtigen sei, so Jauch, dass der Sozialstation Salem ein Gesamtdarlehen in Höhe von 85 000 Euro zurückzuzahlen sei, von dem in diesem Monat 45 000 Euro fällig werden. Auch müssen beim Gebäude der Sozialstation bauliche und energetische Maßnahmen ergriffen werden.

 

Als „zentrales Risiko“ nannte Jauch die Gewinnung zusätzlicher Pflegekräfte. Dies hatte die Verwaltungsgemeinschaft auch dazu bewogen, ein Ausbildungskonzept zu entwickeln. 2011 startete man mit drei Auszubildenden. Im Herbst dieses Jahres beginnen zwölf Personen ihre Ausbildung als Altenpfleger beziehungsweise Altenpflegehelfer.

 

Edeltraud Mattes-Orschiedt, Vorsitzende des Gesamtpfarrgemeinderats der Seelsorgeeinheit Stockach, dankte im Namen der Mitglieder Geschäftsführung, Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen sehr herzlich für ihre Arbeit. Vorsitzender Oswald Stetter erläuterte im Anschluss die anstehende Fusionierung der vier Vereine aus Stockach, Salem, Überlingen und Markdorf. Die Fusion wird begleitet werden von „Solidaris“, einem Unternehmensverbund, der sich auf die Beratung von Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen spezialisiert hat.

 

Die Sozialstationen

Die Sozialstation Elisabeth wurde 1975 gegründet. Träger waren 28 Pfarrgemeinden. Die Sozialstationen als „professioneller Dienst im Zeichen der Pflege“, wie es im „Lagebericht 2013“ heißt, gingen aus den „Krankenpflegevereinen“ hervor, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Träger der Krankenpflege- und Schwesternstationen dienten. Die Stockacher Station wird zusätzlich zum Beitrag der Kirchengemeinden und Kommunen von einem Förderkreis Sozialstation unterstützt.