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25.06.2014 Kategorie: Infos Sozialstation

Sozialstation Linzgau muss mit steigenden Kosten rechnen

Trotzdem will die soziale Einrichtung das laufende Geschäftsjahr mit einer „schwarzen Null“ beenden (Schwäbische Zeitung 25.06.2014, von Martina Wolters)

Das Vorstandsteam der Sozialstation Linzgau sowie Pflegedienstleitung und Geschäftsführer setzen auf neue Geschäftsfelder, wollen aber den karitativen Aspekt der Einrichtung hochhalten. Von links: Geschäftsführer Wolfgang Jauch, Pfarrer Ulrich Hund.

Die Sozialstation Salem hat es 2013 aus den roten Zahlen geschafft. Ziel für das laufende Jahr ist laut Geschäftsführer Wolfgang Jauch die schwarze Null, im Fokus steht außerdem die Strukturreform. Zum nächsten Jahr sollen Kirchengemeinden zusammengelegt werden, die Sozialstation Salem muss sich deshalb neu gruppieren.

Nach dem Überwinden sechsstelliger roter Zahlen steht die Sozialstation Salem dieses Jahr vor einer neuen Herausforderung: Der Strukturreform des ehemaligen Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung am Montag besprochen. 2014 muss es eine Neuorientierung geben, denn die Sozialstation Salem kann als Verein nicht weiter existieren. Denn Mitglieder sind die örtlichen Pfarreien, und deren Zahl verringert sich mit der Strukturreform, wenn die neun Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Salem-Heiligenberg zu einer einzigen werden. Für einen Verein sind aber mindestens drei Mitglieder Voraussetzung.

„Wir sind in verschiedenen Missionen unterwegs“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Jauch. Er übernahm im Sommer 2013 die Leitung der Verwaltungsgemeinschaft der Sozialstation Markdorf, Salem, Stockach und Überlingen. Im Zuge der Strukturreform überlege man aktuell, diese Verwaltungsgemeinschaft zu einer Vereinsgemeinschaft verschmelzen zu lassen, so Jauch. Die vier Sozialstationen würden dann zu einer großen Einheit. Eine externe Firma helfe bei der Umsetzung, denn „wir dürfen auf gar keinen Fall einen Fehler machen“, sagte Pfarrer Nicola. Ein Stellenabbau sei mit der Fusion auf keinen Fall verbunden.

Das wäre auch nicht möglich, denn die Sozialstation Salem ist zunehmend gefordert. Wie Pflegedienstleiterin Sigrid Koch erläuterte, sind in jedem Bereich von klassischer Pflege bis zum Hausnotruf steigende Umsätze, aber auch steigende Anforderungen zu vermerken. „Das Ergebnis ist besser als wir je zu hoffen wagten“, sagt Gesamtvorstand Pfarrer Peter Nicola und Wolfgang Jauch spricht von einem unglaublich positiven Ergebnis für 2013. Ziel für das laufende Jahr ist die schwarze Null.

„Es ist eine ganze Menge passiert“, sagte Jauch, „und ich bin sehr sehr zuversichtlich, dass wir diesen Weg erfolgreich weitergehen“. Er schob nach seinem Amtsantritt einige Änderungen an: ein monatlicher Abschluss für den aktuellen Stand, Controlling und EDV-Schulung. Das half aus dem Tief. Was alle Beteiligten ärgert: Die Stolpersteine in den Verhandlungen mit den Krankenkassen. „Das sind wirkliche Kämpfe und das müsste nicht sein“, so Koch.fileadmin/daten/pdf/MV_Markdorf_2014.pdf