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29.06.2015 Kategorie: Infos Sozialstation

Gegründet: Sozialstation Bodensee e.V.

Die mehrjährigen Vorbereitungen haben ein glückliches Ende gefunden: Die Sozialstation Bodensee e.V. ist am Freitag, 26. Juni, im katholischen Gemeindehaus St. Peter und Paul in Owingen aus der Taufe gehoben worden. Die bisherigen Sozialstationen Überlingen, Stockach, Markdorf und Salem gehen darin als separate Pflegebereiche auf.

Der neu gewählte Aufsichtsrat der Sozialstation Bodensee e.V. mit den hauptamtlichen Vorständen Andreas Pfeifer (links) und Wolfgang Jauch (rechts).

„Für unsere Kunden und Patienten bleibt alles beim Alten“, versicherte Wolfgang Jauch. Wie schon in der Verwaltungsgemeinschaft führt er fortan als hauptamtlicher Vorstand die Geschäfte der neuen Sozialstation. Zum zweiten hauptamtlichen Vorstand wählte das Gremium den bisherigen Personalleiter Andreas Pfeifer. In der Vorbereitungsphase hatte das Erzbistum Freiburg zwei hauptamtliche Vorstände bestanden – unter anderem, um das Vier-Augen-Prinzip zu wahren. Beide behalten ihre bisherigen Aufgabenbereiche und vertreten sich gegenseitig.

Die neue Sozialstation hat rund 340 Mitarbeiter und generiert einen Umsatz von jährlich knapp acht Millionen Euro. Der neuen Sozialstation stehen gleich zu Beginn einige finanzielle Herausforderungen bevor. Bedingt durch tarifbedingte Lohnsteigerungen, denen keine entsprechenden Erstattungen der Pflegekassen gegenüber stehen, entstehen gegenüber dem Vorjahr Mehrkosten von 100.000 Euro. Die Kosten der Neuausrichtung werden in ähnlicher Höhe zu Buche schlagen. Trotz erwarteter Umsatzsteigerungen aus den Pflegeleistungen erwartet Wolfgang Jauch für 2015 ein Minus von 76.000 Euro.

„Als nächsten Schritt gilt es nun, Kuratoriumssitzungen einzuberufen, um den politischen Gemeinden der jeweiligen Pflegebereiche den Jahresabschluss 2014 und den Haushaltsplan 2015 vorzustellen und über die aktuelle Situation der Neugründung zu informieren“, so Jauch.

Als Kontrollgremium für die Sozialstation Bodensee e.V. fungiert ein Aufsichtsrat, dem aus jedem der vier Pflegebereiche zwei Mitglieder angehören. Namentlich sind dies Edilbert Froning, Dekan Peter Nicola (Pflegebereich Salem), Peter Bücken, Ulrich Wulfert (Pflegebereich Markdorf), Dr. Winfried Berres, Bernhard Huber (Pflegebereich Überlingen), Dr. Jürgen Brecht und Oswald Stetter (Pflegebereich Stockach) sowie die Vertreter der Caritasverbände Linzgau, Bernhard Hatt, und Singen-Hegau, Gabriele Starz. Zu Vorsitzenden des Aufsichtsrates ist Ulrich Wulfert, zu seinem Stellvertreter Dekan Peter Nicola gewählt worden.

Während sich drei Vorsitzende der bisherigen Sozialstationen weiter im Aufsichtsrat engagieren, ist Jörg Mattausch aus Überlingen in den ehrenamtlichen Ruhestand verabschiedet worden. „Damit geht eine Ära zu Ende“, sagte sein langjähriger Wegbegleiter im Vorstand der Sozialstation Überlingen Claus van de Loo. Mattausch hätte seine Arbeit stets „gut informiert, ruhig und unaufgeregt“ erledigt. Seit 1984 im Vorstand der Sozialstation Überlingen und seit mehr als 20 Jahren 1. Vorsitzender, war Jörg Mattausch bis zur Gründung der Verwaltungsgemeinschaft 1998 mit der Geschäftsführung betraut. „Den Erfolg der Sozialstation Überlingen haben wir zum Großteil dir zu verdanken“, schloss van de Loo seine Dankesrede.